Geplante Erhöhung der Kita-Gebühr fällt niedriger aus!

Die Erhöhung der Kita-Gebühr wird nach neuen Berechnungen durch die Verwaltung
niedriger ausfallen als geplant. Dieses Zwischenergebnis der zuständigen
Fachbereichsleiterin Bettina Ludwig wird insbesondere die Eltern freuen. Der Auftrag
zu Neuberechnungen aus der letzten Stadtverordnetenversammlung hat insofern
schon positive Auswirkungen erbracht.

Vorausgegangen waren Beratungen in den Ausschüssen und konstruktive
Diskussionen mit betroffenen Eltern. Die derzeit noch stattfindenden Beratungen der
Elternbeiräte und der Fraktionen werden höchstwahrscheinlich weitere Vorschläge
hervorbringen, die in die endgültige Festsetzung einfließen könnten.
Im Rahmen der Neuberechnung konnte zudem eine irrtümlich in die
Ursprungskalkulation eingeflossene Kostenposition komplett herausgenommen
werden.
Das Zwischenergebnis dieser Prüfung durch die Verwaltung ist durchweg positiv zu
werten, da die Erhöhung von anfangs durchschnittlich 19 % voraussichtlich um
mehrere Prozentpunkte reduziert werden kann.
Leider gibt es auch aktuelle Erkenntnisse, die neue Kosten verursachen. Seitens der
Kita-Fachaufsicht des Werra-Meißner-Kreises wurden die seit Jahren konstant hohen
Fehlzeiten des Personals im städt. Kindergarten bemängelt und am 23. Februar 2017
wurde die Stadtverwaltung aufgefordert, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Konkret wurde gefordert, weiteres Personal einzustellen. Dies verursacht zusätzliche
Kosten. Obwohl in der Kita Karpfenfänger eine ausreichende Stellenzahl besetzt ist,
besteht aufgrund überdurchschnittlicher Personalausfälle bei der tatsächlichen
Verfügbarkeit für die Kinderbetreuung Handlungsbedarf.
Im Kreis der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Werra-Meißner-Kreises
wurde im letzten Jahr die Möglichkeit angesprochen, auf Kreisebene einen
Zweckverband „Kindertagesstätten“ zu gründen, dem analog bereits bestehender
Zweckverbände kreisweit dieser spezielle Aufgabenbereich zugeordnet werden
könnte. Konkrete Gespräche gab es hierzu allerdings noch nicht.
Die aktuelle Situation in Hessisch Lichtenau macht deutlich, dass es sinnvoll sein
könnte, fachspezifische Bereiche, die ständigen Veränderungen unterworfen sind, in
einem Zweckverband zu organisieren. Ein Wechsel der Trägerschaft einzelner Kita´s
sei hierzu aus Sicht von Bürgermeister Michael Heußner nicht erforderlich. Weiterhin
erklärte Heußner, dass er in einer Zweckverbandslösung insbesondere personelle
und damit einhergehend finanzielle Synergieeffekte sieht.