Hopfelde

Hopfelde

Hopfelder Leinen war fast überall bekannt

Der Ort ist seit 1383 nachweisbar als "Hubfelde" in den Rechnungen des Amtes Reichenbach.1409 hieß es "Hupfelde"

Mit dem Bau der kleinen, sehenswerten Dorfkirche wurde 1510 begonnen, vollendet werden konnte sie erst 1592 dank einer beachtlichen Beihilfe des Landgrafen. Sie gehört seit jeher zum Kirchspiel Reichenbach.

Im Jahr 1579 zählte das Dorf 18 Mann und Feuerstätten, 1639 sechs und 1650 nur noch vier (Auswirkung des 30jährigen Krieges).1679 waren wieder 17 Feuerstätten vorhanden. Die Einwohnerzahl stieg 1750 auf 80. Nach der Volkszahlung 1970 waren es 334 und heute 326.

Hopfelde war früher vorwiegend ein Bauerndorf mit Tagelöhnern. Der Ackerbau war schwer, so daß überwiegend Weidewirtschaft und Viehzucht betrieben wurden. Daneben war der Flachsanbau von Bedeutung. Der Flachs wurde durch Leineweber - das waren die Bauern - (1724 44 Leineweber) im Dorf selbst verarbeitet. Hopfelder Leinen war bekannt in Niedersachsen und im Ringgau.

Später fanden die Einwohner in Lichtenau in einer Schwerweberei (1907) und in der 1912 eröffneten Braunkohlezeche Glimmerode Arbeit, die jedoch in den Jahren 1966/ 1968 die Förderung einstellte.

Die Gemarkungsfläche umfaßt 525 ha. Als Nutzfläche sind 40 ha durch den Braunkohlentagebau und 200 ha durch den Truppenübungsplatz der nahen Garnison nicht mehr zu bewirtschaften.

Die strukturelle Wandlung brachte es mit sich, daß neue Baugelände erschlossen werden mußte. Das Neubaugebiet "Blaues Wunder" entstand, in dem sich die im Jahr 1975 eingeweihte Mehrzweckhalle, eine Stätte kultureller, sportlicher und geselliger Veranstaltungen, befindet.