Quentel

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Die alte Ortschaft wird 1321 als "Quentayl" und 1322 "Quental" urkundlich erwähnt.

Die Gründung erfolgte vermutlich viel früher durch adlige Herren.

Im 16. Jahrhundert gehörte die Hälfte des Ortes dem Landgrafen und die andere Hälfte denen von Berlepsch.

Das Baujahr der Kirche ist im Sockel eingehauen: 1817. Von der ersten Kirche ist nichts überliefert bis auf einen Hinweis. Im Jahr 1639 wird das Dach als baufällig bezeichnet. Das Fundament der alten Kirche ist wahrscheinlich beim Wiederaufbau beibehalten worden. Der erste Pfarrer wird jedenfalls im Jahr 1354 erwähnt.

Vom Wachstum des Ortes geben die Einwohnerzahlen Kunde. 1539 gab es 36 Haushaltungen. Im 30jährigen Krieg hatten die Bewohner sehr zu leiden. 1626 wurde Quentel bis auf zwei Häuser eingeäschert. 1637 brachen mehrmals die Schrecken des Krieges über die Einwohner herein. 11 Jahre nach Friedensschluß, also 1659, waren immer noch 11 Hofreiten unbebaut. 1680 wurden 157 Einwohner in 30 Familien gezählt. 1850 waren es 450, 1895 393, 1960 570, 1970 (Volkszählung) 550 und am 1. Januar 1981 617.

Quentel liegt 335 m hoch am oberen Tal der Mülmisch. Die Schule aus dem Jahr 1913 ist heute Dorfgemeinschaftshaus.