Retterode

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Retterode

Retterode war einst Sitz eines nach ihm benannten Adelsgeschlechts.

1289 wird Konrad v. Retrode und noch einmal 1294 Konrad v. Retherode mit seinem Sohn Heinz genannt. Der Ort wird schon 1209 erwähnt. Nach den freien Rittern von Retterode, die bis 1390 Burgmannen von Lichtenau waren hatte Ende des 14. Jahrhunderts der Ritter Heinrich Beye; das Dorf Retterode als hessisches Lehen inne.

1466 belehnte Landgraf Ludwig die von Meysenbug mit Dorf und Gericht Retterode, die es als solches bis 1811 besaßen. Die umfangreichen Ländereien wurden danach aufgeteilt.

Das Schloß der Meisenbug, 1582 erbaut, ist 1913 abgebrannt. Von der alten Burg der Herren von Retterode zeugten heute nur noch die alte Wehrmauer - wohl 15. Jahrhundert - mit noch erkennbaren Schießscharten rund um das Gotteshaus und der trotzige, burgähnliche Turm aus dem Jahr 1453.

Der Besitz der Meisenbug nahm fast die gesamte Flur von Retterode ein. Freie Bauern wird es kaum gegeben haben. 1585 zählte der Ort 20 Haushaltungen. 1965 waren rund 540.

Die Gemarkungsfläche beträgt 6,57 qkm.