Walburg

Walburg

Am 5. April 1229 bestätigt Papst Gregor IX. dem Kloster Kaufungen neben anderen auch Besitzungen im Dorf "Waiberg", das 1289 Walberc, 1313 Waleberg und 1454 wieder Walberg geschrieben wird.

Auf dem höchsten Punkt des Dorfes erhebt sich das 1773/1774 errichtete Gotteshaus. Die Kirche Walburg wird 1425 zuerst erwähnt, ein Pfarrer jedoch schon 1313. 1741 wurde die alte Kirche, die durch ein Gewitter beschädigt worden war, ausgebessert. 1759 aber war das Gotteshaus so baufäliig geworden, daß die Glocken vom Turm geholt und der Turm abgebrochen werden mußte. Auf der gleichen Stelle wurde das neue Gotteshaus gebaut. Zum Kirchspiel gehört seit 1887 die Nachbargemeinde Rommerode. Zu den kirchlichen Einrichtungen zählt ein Gemeindehaus, das "Lutherhaus", das 1978 neu gebaut wurde und das 1930 errichtete Haus ersetzte. Vom 18. Jahrhundert bis 1879 war Walburg Sitz der Posthalterei für die Strecke Helsa - Walburg des Kassel – Leipziger Postkurses. Eng verknüpft ist die Geschichte des Ortes mit der Entwicklung der Eisenbahn in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Die Strecke Kassel - Waldkappel, 1879 fertiggestellt, führte u. a. auch über Walburg. Zum Eisenbahnknotenpunkt wurde Walburg mit Inbetriebnahme der Nebenstrecke Walburg – Großalmerode West am 1. Februar 1884, der am 15. Dezember 1915 die Eröffnung einer weiteren Nebenstrecke Walburg – Eichenberg folgte. 1575 zählte das Dorf 73 Mann, 1624 80, 1659 dagegen nur 59. Die Einwohnerzahl stieg von 509 im Jahr 1820 auf 580 in 1895, 709 in 1933, 1096 in 1950, um dann abzusinken auf 904 in 1970 und 843 am 1. Januar 1981. Die 1966 errichtete Mittelpunktschule ist seit 1974 nur noch Grundschule. Das ehemalige Schulgebäude wurde in den Jahren 1972/73 zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.