Winterzeit – Schneeräumzeit

Bald wird es wieder Winter. Viele warten darauf, dass Schnee fällt und die Umgebung in eine Winterlandschaft verwandelt wird. Aber so sehr der Anblick der weißen Winter-landschaft einen auch erfreut, darf nicht vergessen werden, dass damit auch die Ver-pflichtung für die Grundstückseigentümer verbunden ist, für sichere von Schnee und Glätte befreite Bürgersteige zu sorgen.

Viele Anrufe bei der Stadtverwaltung veranlassen uns, auf die Pflichten der Grund-stückseigentümer hinzuweisen.

So müssen bei Schneefall Geh- und Überwege vor den Grundstücken in einer sol-chen Breite geräumt werden, dass der übrige Verkehr nicht mehr als unvermeidbar be-einträchtigt wird. In Straßen mit nur einem Bürgersteig sind die Eigentümer der ge-genüberliegenden Grundstücke genauso zur Schneeräumung verpflichtet. Damit sich aber nicht jeder auf den Anderen verlässt, bestimmt die Satzung, dass in Jahren mit gerader Endziffer der Anlieger und in Jahren mit ungerader Endziffer der Eigentü-mer, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Grundstücke zur Schneeräumung verpflichtet ist.


Fazit:

Bei Straßen mit nur einem Bürgersteig:

Gerade Jahre (z. B. 2020, ...)
Eigentümer und Besitzer der auf der Gehwegseite befindlichen Grundstücke müssen
Schnee räumen.

Ungerade Jahre (z. B. 2019, ...)
Eigentümer und Besitzer der dem Bürgersteig gegenüberliegenden Grundstücke müssen
Schnee räumen.


Natürlich müssen alle so räumen, dass eine durchgehende benutzbare Gehfläche gewährleistet ist. Hier müssen sich die Nachbarn aufeinander abstimmen und der spä-ter Räumende hat sich an die schon bestehende Gehwegrichtung vor den Nachbar-grundstücken anzupassen. Dies gilt auch für die Überwegrichtung.

Festgetretener oder auftauender Schnee sollte ebenfalls – soweit möglich und zumut-bar - aufgehackt und abgelagert werden. Auf Verkehrsflächen darf der Schnee aller-dings nur so abgelagert werden, dass der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Soweit in Fußgängerzonen (Zeichen 242 StVO) und in verkehrberuhigten Bereichen (Zeichen 325 StVO) Gehwege nicht vorhanden sind, gilt als Gehweg ein Streifen von 1,5 m Breite entlang der Grundstücksgrenze.

Bei Straßen mit Mehrzweckstreifen, also Flächen, die sowohl für Fußgänger und den Straßenverkehr, ohne Hochbord, genutzt werden, entfällt die Räum- und Streupflicht für die Anlieger. Es soll auch davon abgesehen werden auf diesen Mehrzweckstreifen „Fußwege“ zu räumen. Dies erschwert die Arbeit der städtischen Räumfahrzeuge.

Auch Schnee- und Eisglätte bergen Gefahren, denen entgegengewirkt werden muss. Hier sind die Bürgersteige in voller Breite und Tiefe abzustumpfen. Als Streumaterial sind vor allem Sand, Splitt und ähnliches abstumpfendes Material zu verwenden. Mit Streusalz sollte sparsam umgegangen werden. Es darf nur in geringen Mengen zur Beseitigung von festgetretenem Eis und Schneerückständen eingesetzt werden. Die Rückstände müssen spätestens nach einer Frostperiode von dem jeweils Winter-dienstpflichtigen beseitigt werden.

Natürlich gilt die Winterdienstverpflichtung nicht rund um die Uhr. Die Schnee- und Räumpflicht beginnt um 7 Uhr. Während der Abend- und Nachtstunden brauchen die Anlieger ab 20 Uhr keinen Schnee mehr zu räumen bzw. glatte Flächen abzustump-fen.

Wir hoffen, dass alle ihren Winterdienstverpflichtungen nachkommen, damit Behinde-rungen und Verletzungen ausbleiben. Natürlich wird auch von Seiten der Verwaltung verstärkt die Einhaltung der Schnee- und Räumpflicht überwacht. Sollte festgestellt werden, dass Bürgersteigflächen nicht von Schnee und Eis befreit sind, werden die Anlieger aufgefordert Ihre Schneeräumpflicht zu erfüllen. Im Wiederholungsfalle ist nach den Bestimmungen der Satzung eine Geldbuße festzusetzen, die 500,00 € be-tragen kann.