Konversion

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koversionsflaeche-1Am östlichen Rand der Kernstadt von Hessisch Lichtenau entsteht derzeit ein hochwertiger Gewerbestandort, der sich durch seine unterschiedlich qualifizierten Teilbereiche und Anbindung an die A 44 auszeichnet.

In direkter Nachbarschaft zu diesem Gewerbe- und Ausbildungsbereich entstand im östlichen Kasernenbereich ein rd. 5 ha großer Solarpark und fungiert als Übergangsbereich / „Puffer“ zum angrenzenden FFH-Gebiet. Der Solarpark ist seit Ende 2011 am Netz und liefert Strom für etwa 670 Haushalte.
Der ehemalige Technikbereich ist als Fläche für Logistik und Lager ausgewiesen und wird derzeit im Rahmen einer Zwischenvermietung bereits als solche genutzt. Über einen Automobillogistiker nutzt ein namhafter Fahrzeughersteller das Areal zur Lagerung und Umschlagplatz von Neufahrzeugen.
Das Kernstück der Blücher Kaserne mit Kantinen- und Unterkunftsgebäuden ist der letzte noch nicht beplante Teilbereich und soll ab 2012 / 2013 einer Nachfolgenutzung zugeführt werden.
Die Konversion der „Blücher-Kaserne“ baut auf eine klar strukturierte Herangehensweise und einer abgestimmten Vorbereitung der Flächen durch die Stadt und die BImA auf, welche in Hessisch Lichtenau seit 2010 durch die Dienststelle Erfurt erfolgreich vertreten wird.
Im Rahmen einer Dialogplanung werden die notwendigen Maßnahmen und Handlungsschritte mit allen Beteiligten, das sind neben der Stadt Hessisch Lichtenau, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Werra-Meißner-Kreises mbH (WFG) und der BImA vor allem das Regierungspräsidium Kassel, der Werra-Meißner-Kreis und die Versorgungsträger, an einem Tisch besprochen und entschieden. Dies betrifft einerseits die zu schaffenden Planungsgrundlagen z.B. in Form von Bebauungsplänen, aber auch die kurzfristige Verfügbarkeit von Wasser und Strom, ferner die notwendige Herrichtung bzw. Neuanlage von Versorgungsnetzen und nicht zuletzt Anfragen von Investoren und interessierten Betrieben.
Diese ergebnisorientierte und auf partnerschaftliches Vorgehen ausgerichtete Kommunikation bewährt sich in Hessisch Lichtenau und führt zu innovativen Lösungen:
So geht man beispielsweise im Bereich der Versorgungsnetze neue Wege. Die vorgeschriebene Löschwasserversorgung für das künftige Gewerbegebiet mit 1.600 Liter pro Minute, über die Dauer von zwei Stunden, wird nicht über ein teures neu zu verlegendes Rohrleitungsnetz bereitgestellt. Stattdessen werden dafür das vorhandene Becken der Panzerwaschanlage und ehemalige Luftschutzbunker als Löschwasserspeicher mit Entnahmestutzen genutzt, in die das Oberflächenwasser eingeleitet wird.
Neben einer dialogorientierten Vorgehensweise und einer klar strukturierten Vorbereitung der sich abzeichnenden Entwicklung, wird die Konversion in Hessisch Lichtenau auch von der Erkenntnis geprägt, dass „Vermarktung um jeden Preis“ hier keine tragfähige Strategie darstellt, weil sie langfristig nur selten zu einer ausgewogenen Gewerbe- und Unternehmensstruktur im ehemaligen Kasernenareal führen wird.
Die Standortvorteile des Gebietes liegen auf der Hand. Hessisch Lichtenau liegt nicht nur in der Mitte Deutschlands und im Großraum Kassel, sondern ist auch an das Oberzentrum direkt sowohl über die B 7 als auch über die Straßenbahn angebunden. Weiterhin wird Hessisch Lichtenau nach Abschluss der Bauarbeiten der A 44 über drei Anschlussstellen verfügen, von denen der Anschluss „Hessisch Lichtenau - Mitte“ direkt an der Konversionsfläche liegt. Auch in direkter Nachbarschaft rund um den Standort „Blücher Kaserne“ befindet sich ein attraktiver Flächenmix. Neben den als Gewerbegebiet ausgewiesenen bebauten und unbebauten Flächen stehen auch Industrieflächen (GI) bereit. Darüber hinaus ist der Flughafen Kassel Calden in 45 Minuten zu erreichen.