Großes Interesse an Fachveranstaltung zu psychischen Erkrankungen junger Menschen
Ausgerichtet wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Fachbereich 5 Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Werra-Meißner-Kreises und dem Qualitätszirkel der Fachärzte in Eschwege.
Die Veranstaltung ist Teil des Masterplans Gesundheit, der aktuell für den Werra-Meißner-Kreis erarbeitet wird. Ziel dieses Prozesses ist es, die gesundheitliche Versorgung in der Region zukunftsfähig zu gestalten. Nachdem bereits im vergangenen Jahr im Rahmen einer Auftaktveranstaltung erste Analysen vorgestellt wurden, dienen die nun stattfindenden Vertiefungsveranstaltungen der intensiveren Bearbeitung ausgewählter Schwerpunktthemen.
Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Herr Glatthaar die Ergebnisse einer Befragung von Gesundheitsexpertinnen und -experten zur Einschätzung der aktuellen Versorgungssituation im Kreis. Dabei wurden sowohl Stärken als auch bestehende Herausforderungen deutlich. Insbesondere die Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit junger Menschen wurde von vielen Befragten als ausbaufähig bewertet, zugleich aber auch vorhandene engagierte Strukturen hervorgehoben.
Mit dem Fokus auf die psychische Gesundheit junger Menschen wurde ein Bereich gewählt, der in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Als Referentin konnte Frau Birgit Riediger, leitende Ärztin der Vitos Kinder- und Jugendambulanz für psychische Gesundheit in Eschwege gewonnen werden. In ihrem Fachvortrag gab sie einen fundierten Überblick über aktuelle Entwicklungen, die Probleme der Jugendlichen und ihren Krisen sowie Herausforderungen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen.
Im Anschluss entwickelte sich eine engagierte und konstruktive Diskussion. Die Teilnehmenden brachten ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen ein und diskutierten gemeinsam über konkrete Handlungsbedarfe und mögliche Lösungsansätze. Besonders betont wurde die Bedeutung frühzeitiger Prävention, niedrigschwelliger Zugänge zu Hilfsangeboten sowie einer intensiven Zusammenarbeit zwischen medizinischen, therapeutischen und sozialen Einrichtungen.
Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung: „Der offene Austausch und die Vielzahl an Perspektiven haben wertvolle Impulse geliefert, die wir in die weitere Arbeit einfließen lassen können“, so die Gesundheitskoordinatorin und Projektverantwortliche Celine Hesse.
Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun in die weitere Ausarbeitung des Masterplans Gesundheit einfließen. Ziel bleibt es, nachhaltige Strukturen zu schaffen und die Versorgung insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Menschen im Werra-Meißner-Kreis weiter zu verbessern.


